Meisterschaften der Leichtathletikschüler

Schutterwald. Die Meisterschaften der Leichtathleten des Kreises Kehl wurden am vergangenen Samstag in Schutterwald ausgetragen. Mehr als 300 Schüler und Schülerinnen im Alter von 7 bis 15 Jahren waren angetreten, um bei verschiedenen Einzeldisziplinen als auch Staffeln insgesamt 69 Kreismeister zu ermitteln. Die Anzahl und Verteilung der Titel ist immer auch ein Gradmesser für Umfang und Intensität der Nachwuchsarbeit in den Vereinen. 8 Vereine konnten mit ersten Platzierungen belegen, dass in ihren Reihen Talente vorhanden sind, die zudem auch noch dieses Talent zu nutzen wussten und im entscheidenden Moment vor Ort und besser als die Konkurrenz waren.
Mit 18 Titeln war der SV Freistett der erfolgreichste Verein, gefolgt vom LFV Schutterwald, dessen Leichtathleten 14 Meister stellen konnten. Der LBV Achern war bei den Waldlaufmeisterschaften im Frühjahr der mit Abstand herausragende Verein und erzielte im Stadion nunmehr mit 12 Meisterschaften in der Vereinswertung einen dritten Rang, dicht gefolgt vom Kehler FV, wo mit 10 Meisterschaften belegt wurde, dass das verstärkte Engagement im Nachwuchsbereich auch wesentlich mehr Meisterschaften als in den Vorjahren ergab. Athleten aus Kappelrodeck erzielten 6-mal den obersten Platz auf dem Siegerpodest. Den gleichen Platz im Wettkampf und auf dem Podest erzielten 4-mal Teilnehmer vom TV Oberkirch. 3 Titel gingen an den SV Fautenbach und 2 zum TuS Oppenau.
Wie in den vergangenen Jahren waren die Felder der Schüler M 15 und M 14 dünn besetzt. Hier erzielten Alexander Lamm (M 15, TV Kappelrodeck) und Max-Christoph Udri (M 14, FV Kehl) die meisten Titel. Dagegen stark besetzt sind immer die Felder in den jüngeren Klassen. Während die 15-jährigen Schüler bzw. Schülerinnen bereits mit erhöhten Leistungsanforderungen konfrontiert werden, die auch einen erhöhten Trainingsaufwand erfordern, leben die Leichtathleten der jüngeren Klassen überwiegend vom Talent und der kindorientierten Ausbildung. Lachende Gesichter beim Wettkampf sind in diesen Altersklassen durchaus ein Beleg, dass der Spaß Motivationsfaktor Nr. 1 ist.
Am meisten Spaß aufgrund der gewonnen Titel hatten in den einzelnen Klassen immer wieder herausragende Talente. So konnte bei den 12-jährigen Jungs Dominik Faber alleine 3 Meisterschaften erzielen und beim Staffelsieg des SV Freistett ebenfalls mitwirken. 10,94 sec über 75 m, 1,40 m im Hochsprung und 4,67 m im Weitsprung waren zudem hervorragende Ergebnisse. In der gleichen Klasse überzeugte zudem Michael Scheer (TV Oberkirch), der mit 44 m im Ballwerfen deutlich vor allen anderen lag. Vergleichbar stark präsentierte sich der 10-jährige Michele Marticke vom LBV Achern. Mit 8,15 sec über 50 m, 4,07 m im Weitsprung und 35 m im Ballwerfen lag er z.T. deutlich vor allen anderen. Sehr gut waren die Sprint- und Sprungleistungen der Schüler M 9. Florian Treiber aus Achern lag über 50 m mit 7,80 sec über 50 m vor Tim Ganz (SV Freistett, 7,99 sec) und erzielte sehr gute 3,92 m im Weitsprung.
Qualitativ gut besetzt ist der Leichtathletikkreis bei den Schülerinnen w 15. Entsprechend wurden die Titel an mehrere verteilt. Herausragend war hier das Ergebnis von Regina Huber (SV Freistett), die 5,24 m im Weitsprung erreichte. Sarah Bayer (LfV Schutterwald) lag mit 10,17 m im Kugelstoßen 1 cm vor Karolina Walther (SV Freistett), die im Hochsprung mit 1,51 m die Reihenfolge umkehrte. Der Lauf über 100 m war eine sichere Sache für Anne Wolf (SV Freistett, 13,32 sec). Bei den 14-jährigen Mädchen war wieder einmal Alena Mussler (LFV Schutterwald) am erfolgreichsten. Hochsprung-, Weitsprung-, Kugelstoß- als auch Staffeltitel konnte sie erzielen. Katharina Bühler (TV Kappelrodeck) überzeugte in der gleichen Klasse mit sehr guten 13,24 sec über 100 m. Außergewöhnlich gut waren die Ergebnisse der Klasse w 13, wo Sarah Harter (TuS Oppenau) mit 5,01 m im Weitsprung ein Spitzenergebnis erzielte. Die Titel der Schülerinnen w 10 und 9 teilten sich Leichtathleten der beiden SVF; also der Sportvereine aus Freistett und Fautenbach. Bei den 8- und 9-jährigen Mädchen überzeugten vor allem Franziska Robecke und Franziska Rub (beide SV Freistett) mit ihrer Titelsammlung.
Auch wenn im Vorfeld der Veranstaltung über Sinn bzw. Unsinn von Sportveranstaltungen bei extrem heißen Wetterbedingungen diskutiert wurde, letztendlich war dies aber nur eine theoretisch Diskussion. Pünktlich zum Veranstaltungsbeginn zeigten sich Wolken, gedämpftere Temperaturen und sogar einige Regentropfen. Schutterwald konnte damit nicht nur eine tolle Veranstaltung sondern auch gutes Leichtathletikwetter bieten. Und wie der Eisverkäufer feststellte, können Kinder bei jedem Wetter Eis essen und lachen.