| Presse-Interview mit Michael Welsche |
| Presse:So qualitativ hochwertig besetzt wie in diesem Jahr waren die Hanauerland-Spiele noch nie. Wurde der 8500-Euro-Etat kurzfristig erhöht? Welsche:Wir freuen uns riesig über die Anmeldungen von Tim Lobinger und Yvonne Buschbaum zum Sparkassen-Stabhochsprung-Cup, über die Teilnahme des 90m-Sperrwerfers Boris Henry und über vielen weiteren Athleten der deutschen und internationalen Spitzenklasse. Unser kleiner Etat wurde und wird aber auch bei Anmeldungen von Top-Athleten nicht erhöht, da wir eine reine ehrenamtlich organisierte Veranstaltung sind und auch zukünftig bleiben möchten. Wir gehen keinerlei Risiken ein. Presse:Bei der Pressekonferenz am Montag erklärte Meeting-Direktor Stefan Seifried, dass eine "Verpflichtung" von Tim Lobinger den Etat sprengen würde. Jetzt startet der Ex-Welt- und Europameister aber doch. Welsche:Das schöne ist für uns als Organisatoren der traditionsreichsten Leichtathletikveranstaltung in Süddeutschland, dass sich viele Athleten von sich aus melden und bei uns teilnehmen möchten. Das heißt, dass wir Tim Lobinger nicht "verpflichten" mussten, zu uns zu kommen. Er hat sich bei uns gemeldet, da wir einen sehr guten Wettbewerb anbieten. Das hat sich in der Leichtathletikszene herumgesprochen. Die Hanauerland Spiele werden von den Athleten besucht um in einer tollen familiären Atmosphäre aber mit dennoch professionellen Bedingungen gute Leistungen zu erzielen. Dies ist sicherlich mit der Grund, dass wir nun schon die 74 ste Ausgabe durchführen können. Presse:Ist im Sog von Lobinger, Spiegelburg, Stolle sowie bei den Damen Yvonne Buschbaum oder Hingst noch weiteren hochkarätigen Springern und Springerinnen zu rechnen? Welsche:Es ist für die guten Athletinnen und Athleten sehr wichtig, dass eine entsprechende Konkurenz auch am Start ist. Das motiviert natürlich und ist oftmals Voraussetzung für Top-Leistungen. Beim Sparkassen-Stabhochsprung-Cup haben sich selbstverständlich noch weitere sehr gute Athleten angemeldet. So ist u.a. auch der Vorjahressieger Laurens Looije aus den Niederlanden, sowie Paul Ritchfield aus den USA dabei. Wir sind natürlich jederzeit offen für weitere Meldungen. Presse:Auch der Start von Speerwerfer Boris Henry ist ein echter Hammer: Hat er am Sonntag überhaupt Konkurrenz in seiner Disziplin? Welsche:Für einen Boris Henry Konkurrenz zu finden ist natürlich sehr schwer. Mit einer persönlich Bestleistung von 90,44 m steht er mit an der Spitze in Deutschland. 1995 und 2003 war er bei der Weltmeisterschaft jeweis dritter. Er hat aber dieses Jahr noch keine Spitzenleistung erzielen können. Ich denke, dass er zu uns kommt um bei einem guten Wettkampf seine Qualität zu bestätigen. Übrigens hat auch er sich von sich aus gemeldet. Vielleich kommen mit ihm noch weitere Meldungen. Der Stadionrekord von Andreas Linden mit 84,90 m aus dem Jahr 1996 ist sicherlich in Gefahr. Presse:Bei solchen Hochkarätern in diesem Jahr - wie wollen Sie 2007 solch ein Teilnehmerfeld bei den 75. Hanauerland-Spielen überhaupt noch topen? Welsche:Es ist mir sehr wichtig zu betonen, das wir uns nicht nur auf die Top-Athleten konzentrieren. Für uns ist insbesondere auch die Nachwuchsarbeit sehr bedeutend. Mit dem badenova-Schüler-Tag, an dem für den Nachwuchs genau die gleichen optimalen Wettkampfbedingungen geboten werden wie bei den Aktiven, erwarten wir wieder mehrere Hundert Schülerinnen und Schüler. Es macht uns genauso Freude,wenn dieser Leichtathletiknachwuchs persönliche Bestleistungen erzielt und motiviert wird, weiter Sport zu treiben. Ziel für die 75. Hanauerland Spiele im kommenden Jahr wird es deshalb auch sein, diese Förderung weiter auzubauen. Außerdem gibt es auch an der Spitze der Leichtatletik noch viele Athleten, die noch nicht bei uns waren und die wir evtl. auch mit unserem "Hanauer-Fieber" noch anstecken können. Ich bin sehr optimistisch. Hanauerland Spiele |